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	<title>Kommentare zu: Da trennt sich die Spreu vom Weizen</title>
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	<description>Qualität macht Erfolg</description>
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		<title>Von: Juergen Weiss</title>
		<link>http://platoumarket.at/blog/da-trennt-sich-die-spreu-vom-weizen-2/comment-page-1/#comment-45</link>
		<dc:creator>Juergen Weiss</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 08:59:49 +0000</pubDate>
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		<description>Der gestaltete touristische Raum:
Gemäß dem Soziologen Hans Linde ist Raum eine Konfiguration physischer Gegenstände, die Handlungsfolgen antizipiert und physisch festschreibt (vgl. LINDE, 1972). Räume sind Handlungsprogramme und Anweisungen, deren Befolgung abhängig ist von Wahrnehmung und Interpretation räumlich fixierter Zeichen. Die Umgebung, das „Environment“, steht in untrennbarer Beziehung zum Menschen, den „Environmen “ und wird von ihnen gestaltet. Wechselnde Aufmerksamkeiten und Wahrnehmungen für Elemente der physischen und sozialen Welt bestimmen die Motivation des Reisens und Besuchsverhaltens von Orten. Weltweit werden immer mehr architektonische Elemente und Segmente des alltäglichen Lebens für Touristen in Wert gesetzt, fungieren als Attraktionen und werden als solche vermarktet. (vgl. ROMEIß-STRACKE, 2008) Die Architektur von Attraktionen antizipiert Bedürfnisse und schreibt entsprechende Handlungs- und Erlebnisprogramme fest. Attraktionen sind als Orte nicht an sich attraktiv sind, sondern wie MUNDT (2001) betont, durch technische und soziale Erfahrungen geprägt. Der touristische Blick sucht sich also das passende Objekt zur Befriedigung von Bedürfnissen. „Dasein ist In-der-Welt sein“. Für Sloterdijk leitet sich daraus direkt die Frage nach dem „Worin sind wir?“ ab. „Befinden wir uns in einem Raum? […] Sind wir Draußen? […] Draußen ist ein anderes Innen. […] Menschen definieren heißt, [ihre] Umhüllungen definieren […]“. (LATOUR, 2010) Architektur ist Interaktion aber immer auch Intervention. (Nur ein Traceur entzieht sich bewusst diesen vorgeschriebenen Handlungsfolgen)
Der andere, „resultierende“ Raum:
Das Medium dieser Interaktion, zwischen Nachfragern und Anbietern von touristischen Produkten,  ist aber der „öffentliche Raum“. Dieser entzieht sich, aufgrund verschiedener gesellschaftspolitischer Zusammenhänge, oftmals dem planerischen Zugriff und dem Gestaltungswillen der tourismus-wirtschaftlichen Akteure. Es liegt in der Natur des öffentlichen Raumes das seine Wirtschaftlichkeit und sein Beitrag zum touristischen Erfolg nur schwer in Feasability Studien zu erfassen und nicht bilanziell abzubilden ist. Allein die größere Anzahl Stakeholder des öffentlichen Raumes deutet bereits die Schwierigkeiten der Willensbildung an und erklärt die Vernachlässigung dieses Mediums. Hier ginge es um Qualität nicht nur für Akteure des Tourismus, sondern ebenso für Einheimische, Zugezogene, kurz Allen. Praktischer: Den Räumen zwischen „Attraktionen“ kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Dazu gehören die verkehrsräumliche Gestaltung und deren „Bewirtschaftung“, die Bereitstellung decodierbarer (lesbarer) Leitsysteme und Lenkung der Besucher; Die Bereitstellung konsumfreier Ruhezonen und eine entsprechende Möblierung des städtischen (oder auch dörflichen) Systems. Die Erfüllung des Wunsches die Winterdestinationen in den Alpen für die Sommersaison attraktiver zu gestalten, wird mit der Gestaltung der Räume zwischen Hotels und touristischen Angeboten stehen und fallen. Der Besucher flüchtet geradezu in die Bergwelt, da der Aufenthalt in Skiorten im Sommer kaum attraktiv ist. Nach der Schneeschmelze, wenn die, wenn man so will „Verhüllung“ durch den Schnee verschwunden ist, tritt ein völlig anderer Raum höherer Komplexität zutage, um dessen Qualitäten es nur oft unzureichend bestellt ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der gestaltete touristische Raum:<br />
Gemäß dem Soziologen Hans Linde ist Raum eine Konfiguration physischer Gegenstände, die Handlungsfolgen antizipiert und physisch festschreibt (vgl. LINDE, 1972). Räume sind Handlungsprogramme und Anweisungen, deren Befolgung abhängig ist von Wahrnehmung und Interpretation räumlich fixierter Zeichen. Die Umgebung, das „Environment“, steht in untrennbarer Beziehung zum Menschen, den „Environmen “ und wird von ihnen gestaltet. Wechselnde Aufmerksamkeiten und Wahrnehmungen für Elemente der physischen und sozialen Welt bestimmen die Motivation des Reisens und Besuchsverhaltens von Orten. Weltweit werden immer mehr architektonische Elemente und Segmente des alltäglichen Lebens für Touristen in Wert gesetzt, fungieren als Attraktionen und werden als solche vermarktet. (vgl. ROMEIß-STRACKE, 2008) Die Architektur von Attraktionen antizipiert Bedürfnisse und schreibt entsprechende Handlungs- und Erlebnisprogramme fest. Attraktionen sind als Orte nicht an sich attraktiv sind, sondern wie MUNDT (2001) betont, durch technische und soziale Erfahrungen geprägt. Der touristische Blick sucht sich also das passende Objekt zur Befriedigung von Bedürfnissen. „Dasein ist In-der-Welt sein“. Für Sloterdijk leitet sich daraus direkt die Frage nach dem „Worin sind wir?“ ab. „Befinden wir uns in einem Raum? […] Sind wir Draußen? […] Draußen ist ein anderes Innen. […] Menschen definieren heißt, [ihre] Umhüllungen definieren […]“. (LATOUR, 2010) Architektur ist Interaktion aber immer auch Intervention. (Nur ein Traceur entzieht sich bewusst diesen vorgeschriebenen Handlungsfolgen)<br />
Der andere, „resultierende“ Raum:<br />
Das Medium dieser Interaktion, zwischen Nachfragern und Anbietern von touristischen Produkten,  ist aber der „öffentliche Raum“. Dieser entzieht sich, aufgrund verschiedener gesellschaftspolitischer Zusammenhänge, oftmals dem planerischen Zugriff und dem Gestaltungswillen der tourismus-wirtschaftlichen Akteure. Es liegt in der Natur des öffentlichen Raumes das seine Wirtschaftlichkeit und sein Beitrag zum touristischen Erfolg nur schwer in Feasability Studien zu erfassen und nicht bilanziell abzubilden ist. Allein die größere Anzahl Stakeholder des öffentlichen Raumes deutet bereits die Schwierigkeiten der Willensbildung an und erklärt die Vernachlässigung dieses Mediums. Hier ginge es um Qualität nicht nur für Akteure des Tourismus, sondern ebenso für Einheimische, Zugezogene, kurz Allen. Praktischer: Den Räumen zwischen „Attraktionen“ kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Dazu gehören die verkehrsräumliche Gestaltung und deren „Bewirtschaftung“, die Bereitstellung decodierbarer (lesbarer) Leitsysteme und Lenkung der Besucher; Die Bereitstellung konsumfreier Ruhezonen und eine entsprechende Möblierung des städtischen (oder auch dörflichen) Systems. Die Erfüllung des Wunsches die Winterdestinationen in den Alpen für die Sommersaison attraktiver zu gestalten, wird mit der Gestaltung der Räume zwischen Hotels und touristischen Angeboten stehen und fallen. Der Besucher flüchtet geradezu in die Bergwelt, da der Aufenthalt in Skiorten im Sommer kaum attraktiv ist. Nach der Schneeschmelze, wenn die, wenn man so will „Verhüllung“ durch den Schnee verschwunden ist, tritt ein völlig anderer Raum höherer Komplexität zutage, um dessen Qualitäten es nur oft unzureichend bestellt ist.</p>
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	<item>
		<title>Von: Andreas Steuer (Tourismusstudent)</title>
		<link>http://platoumarket.at/blog/da-trennt-sich-die-spreu-vom-weizen-2/comment-page-1/#comment-31</link>
		<dc:creator>Andreas Steuer (Tourismusstudent)</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 13:12:22 +0000</pubDate>
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		<description>Um bei Touristikern ein Bewusstsein für die Welt der Architektur zu schaffen bzw. Verständnis für die Sichtweise von Architekten zu entwickeln, wäre es wichtig diese Thematik in touristischen Bildungswegen (stärker) einzubinden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Um bei Touristikern ein Bewusstsein für die Welt der Architektur zu schaffen bzw. Verständnis für die Sichtweise von Architekten zu entwickeln, wäre es wichtig diese Thematik in touristischen Bildungswegen (stärker) einzubinden.</p>
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